Aktion "Turm der Hoffnung"

IMG_4592_w850_h567


Pressemeldung


 

25.04.2007


Heilig-Rock-Tage 2007

 


Um krebskranken Kindern in der Ukraine bessere Therapiemöglichkeiten zu geben, ist am 24. April  im Rahmen der Heilig-Rock-Tage in Trier die Aktion “Turm der Hoffnung“ des Diözesan-Caritasverbandes Trier gestartet. Der Vorsitzende Prälat Franz Josef Gebert und der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen als Schirmherr eröffneten im Zelt auf dem Domfreihof die Spendenaktion, bei der bis zum Jahresende in katholischen Kindergärten im Bistum Trier symbolisch Bausteine gegen eine Spende verkauft werden. Gebert, Jensen sowie Kinder aus katholischen Kindertageseinrichtungen setzten die ersten fantasievollen “Türme der Hoffnung“ zusammen.

Architekturstudenten der Fachhochschule Trier hatten sich mit Prof. Dr. Hartmut Eckhardt mit einem besonders einfallsreich konstruierten Turm an der Aktion beteiligt. Prälat Gebert nannte als Ziel der Aktion, den unter Leukämie und Schilddrüsenerkrankungen leidenden Kindern durch Medikamente und medizinisches Gerät besser zu helfen und die Eltern zu unterstützen: “Für Familien ist es unmöglich, selbst Medikamente zu finanzieren“, sagte Gebert. Er wies auf den 21. Jahrestag der Tschernobyl-Reaktorkatastrophe am 26. April hin. Seitdem sei das Auftreten von Krebserkrankungen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, sprunghaft angestiegen, insbesondere im Nordosten der Ukraine. “Die Lage vieler krebskranker Kinder dort im Umkreis von Tschernobyl ist verzweifelt. Die Ärzte und Krankenschwestern des Regionalkrankenhauses tun ihr Bestes, aber es fehlt am Nötigsten, um die Kinder gut zu betreuen“, sagte Gebert. Das Hauptproblem bestehe in der unzureichenden technischen und medizinischen Ausrüstung der Klinik.
Um hier bessere Bedingungen zu schaffen, arbeitet der Diözesan-Caritasverband mit der Stiftung Viden zusammen, die sich für kranke und bedürftige Kinder engagiert. “Jeder Euro kommt direkt den Kindern zugute“, betonte Jutta Kirchen, Auslandshilfereferentin im Diözesan-Caritasverband Trier. Die Vorsitzende der Stiftung Viden, Svetlana Shut, und Dr. Leana Nikitenko, Leitende Ärztin der Kinderkrebsstation des Regionalkrankenhauses in Sumy, waren als Gäste in Trier dabei. Svetlana Shut: “Die Hilfe in der onkologischen Klinik für diese kranken Kinder, die so unendlich tapfer sind, ist das Projekt meines Lebens“.
Wie sehr die kranken Kinder, aber auch ihre Eltern unter der unzureichenden Versorgung im staatlichen Krankenhaus in Sumy leiden, schilderte Leana Nikitenko an einem Beispiel: “Die Eltern müssen stundenlang die einzelnen Tropfen von Infusionslösungen der Chemotherapie zählen, da es zu wenig Infusomate gibt ­ für Kinder und Eltern eine Qual.“ Der Mangel komme daher, dass der Staat überhaupt erst seit 2003 ein finanzielles Programm für krebskranke Kinder aufgelegt habe, das jedoch unzureichend sei: Nur zehn bis 15 Prozent der kranken Kinder könnten dadurch Hilfe bekommen, sagte Nikitenko. In ihrer Klinik stehen 20 Therapieplätze zur Verfügung. Shut und Nikitenko sprachen dem Caritasverband Trier großen Dank aus: “Ihre Hilfe bringt uns neue Inspiration und ein Licht der Hoffnung“, so Leana Nikitenko. 

Weitere Informationen gibt es beim Referat Auslandshilfe im Diözesan-Caritasverband Trier,
kirchen-j(at)caritas-trier.de ,0651-9493-140 und im Internet unter www.caritas-trier.de

Erschienen im Trierischen Volksfreund.
      

Ausschnitt_TDH

 

DSC_3400_2_01

 

DSC_3580

 

DSC_3581

 

 

JoomSpirit